Aktuelles vom KBV
Einladung zur Lichtmesstagung 2026
ein Muss für die Landwirtschaft im Landkreis Reutlingen am St. Johann-Würtingen, 7. Februar 2026
Die Lichtmesstagung des Kreisbauernverbands Reutlingen e.V. ist seit jeher ein fester und bedeutender Termin für die Landwirtschaft in der Region. Auch 2026 lädt der Verband alle Bäuerinnen und Bauern sowie Interessierte herzlich ein. Die Lichtmesstagung findet am Samstag, 7. Februar 2026, ab 9:30 Uhr in der Gemeindehalle St. Johann-Würtingen statt. Sie bietet nicht nur Raum für Austausch und Begegnung, sondern setzt auch inhaltlich wichtige Impulse für die Zukunft der Landwirtschaft und der ländlichen Räume.
Die Tagung beginnt mit der Eröffnung und Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Gebhard Aierstock. Nach Grußworten und Ehrungen beleuchtet er in seiner Rede aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Landwirtschaft im Landkreis Reutlingen.
Ein besonderer Höhepunkt ist das Hauptreferat von Manuel Hagel, MDL, Fraktions- und Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg. Unter dem Titel
„Starke Bauern und starke ländliche Räume – gut für Baden-Württemberg“
spricht er über die politische Bedeutung einer leistungsfähigen Landwirtschaft und stellt sich im Anschluss der Diskussion. Der direkte Dialog mit einem der wichtigsten politischen Entscheidungsträger des Landes macht die Lichtmesstagung 2026 zu einem unverzichtbaren Forum.
Ergänzt wird das Programm durch den Geschäftsbericht von Thomas Pfeifle, Geschäftsführer des Kreisbauernverbands Reutlingen e.V., sowie den Bericht der Landfrauen, vorgetragen von Pia Münch. Der offizielle Abschluss der Tagung ist gegen 13:15 Uhr vorgesehen. Umrahmt wird die Tagung vom Landfrauenchor und bewirtet von den Bäuerinnen und Bauern aus Würtingen. Die Lichtmesstagung 2026 vereint Information, politische Diskussion, Tradition und Gemeinschaft.

Demokratie vor Ort: Politik im Dialog mit LandFrauen und Bauern
Wie sieht die Zukunft des ländlichen Raums aus? Welche politischen Weichen müssen heute gestellt werden, damit Betriebe und Regionen für die Bevölkerung auch morgen noch lebenswert bleiben? Genau diesen Fragen widmete sich die politische Diskussionsveranstaltung des LandFrauenverbandes Reutlingen e.V. und des Kreisbauernverbandes Reutlingen e.V. am Mittwoch, 21. Januar 2026, in der Zehntscheuer – dem Bürgerhaus Münsingen.
Unter dem Titel einer politischen Diskussion „im doppelten Sinne“ trafen Vertreterinnen und Vertreter der Landespolitik, Kandidatinnen und Kandidaten zur Landtagswahl sowie engagierte Akteurinnen und Akteure aus dem ländlichen Raum aufeinander. Ziel war ein offener, ehrlicher und konstruktiver Austausch über die Themen, die das Leben auf dem Land heute prägen – und morgen entscheiden.
Die Veranstaltung begann mit dem Forum des LandFrauenverbandes, das gesellschafts-, familien- und sozialpolitische Fragestellungen in den Mittelpunkt stellt. Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Ehrenamt, Bildung und die Rolle von Frauen im ländlichen Raum standen dabei im Fokus.
Nach einer kurzen Pause folgte das Forum des Kreisbauernverbandes, in dem zentrale agrarpolitische Herausforderungen diskutiert wurden: Landesagrarpolitik, der Strategiedialog, Ernährungssicherung, Landwirtschaft, regionale Wertschöpfung sowie die Vermarktung heimischer Produkte. Gerade im Landkreis Reutlingen, der stark vom Biosphärengebiet Schwäbische Alb geprägt ist, stehen Ökologie, Ökonomie und regionale Verantwortung in einem engen Zusammenhang.
Moderiert wurde der Abend von Silvia Ruess, Redakteurin bei BWagrar & Gebhard Aierstock, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Reutlingen, die mit fachlicher Kompetenz und Gespür für kontroverse Themen durch die Diskussion führten.
Veranstaltungsdaten im Überblick:
- Datum: Mittwoch, 21. Januar 2026
- Beginn: 18:30 Uhr
- Ort: Zehntscheuer – Bürgerhaus Münsingen, Zehntscheuerweg 11, 72525 Münsingen
Gemeinschaftsspende von 2.000 Euro unterstützt Kinder und Jugendliche des Fördervereins „Sonnenstrahlen“
Pfullingen, Adventszeit – Große Adventsfreude bei Sonnenstrahlen: Vertreterinnen und
Vertreter des Kreisbauernverbands Reutlingen, des Maschinenrings Alb-Neckar-Fils e.V.,
des LandFrauenverbands Reutlingen sowie der Familie Fritz übergaben an den Vorsitzenden des gemeinnützigen Fördervereins, Altlandrat Thomas Reumann, einensymbolischen Spendenscheck über 2.000 Euro.
Der Betrag wurde im Rahmen des Kreis-Erntedankfestes, des festlichen Gottesdienstes sowie der Gläsernen Produktion auf dem Finkhof in Pfullingen gesammelt und durch die beteiligten Organisationen und Gastgeber großzügig aufgestockt. So ergänzte der Maschinenring die Spenden der Besucherinnen und Besucher um weitere 500 Euro. Die Landfrauen steuerten den Erlös aus ihrem beliebten Kuchenverkauf mit vielen selbst gebackenen Köstlichkeiten bei, der Kreisbauernverband erhöhte die Einnahmen aus dem Glücksrad und Familie Fritz rundete den Betrag abschließend auf, so dass insgesamt die beeindruckende Summe von 2.000 Euro zusammenkam.
Bei der Übergabe betonte Gebhard Aierstock, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Reutlingen, die besondere Bedeutung des Erntedankfestes:
„Das Erntedankfest ist ein Anlass, Danke zu sagen. Es ist aber ebenso wichtig, an diejenigen zu denken, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Wir haben deshalb
entschieden, in diesem Jahr für Sonnenstrahlen zu sammeln und sind überzeugt, dass das Geld dort sehr gut aufgehoben ist. Wir Landwirte leben Nachhaltigkeit und es ist sozial nachhaltig, wenn Kindern konkret und unbürokratisch geholfen wird, deren Eltern schwer erkrankt sind, um so zu verhindern dass sie selbst psychisch erkranken.“
Marc Kemmler, Geschäftsführer des Maschinenrings, ergänzte:
„Das hat gut gepasst. Wir wollen Kindern mit unserer Spende eine Chance geben für ihr
weiteres Leben. Kinder dürfen nicht danebenstehen.“ Auch Pia Münch, Vorsitzende der Landfrauen im Landkreis Reutlingen, begründete das Engagement klar:
„Ich finde es klasse, dass dieses Angebot innerhalb des Landkreises Reutlingen besteht und damit Familien in einer existenziellen Lebenssituation unterstützt werden.“
Sigrun Fritz unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Arbeit des Vereins:„Kinder sind unsere Zukunft. Es ist wichtig, dass man sie stärkt und fördert, wenn Mutter
oder Vater erkranken.“ Im lebhaften Austausch wurde an diesem Nachmittag deutlich, wie eng die Herausforderungen in landwirtschaftlichen Familien mit der Arbeit von Sonnenstrahlen verbunden sind. Gerade die Familienhelfer des Maschinenrings und die Landfrauen begegnen immer wieder Situationen, in denen neben der Unterstützung der Betriebe auch die Begleitung der Kinder wichtig wird. Alle Anwesenden betonten dabei die enorme Bedeutung eines starken Netzwerks aus Hilfsorganisationen, Beratungsstellen und Unterstützungsangeboten
im Landkreis Reutlingen.
„Wir sind sehr dankbar für diese großherzige Spende und für die Verbundenheit mit unserem Verein“ dankte Reumann den Spendern. Beim Erntedankfest auf dem Finkhof hätten
die Gäste eindrucksvoll erleben können, wie vielfältig und herausfordernd die Arbeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb ist, fuhr Reumann fort. „Umso mehr berührt es,
wenn aus diesem Umfeld eine so starke solidarische Unterstützung für betroffene Familien kommt.“

Delegiertentagung des Kreisbauernverbands Reutlingen: Landwirtschaft im Spannungsfeld von Energie, Politik und Markt
Münsingen/Dapfen. Der Kreisbauernverband Reutlingen hat am Samstag, den 29. November 2025 seine Delegiertentagung im Gasthaus Hirsch in Dapfen abgehalten. Vorsitzender Gebhard Aierstock begrüßte gut 40 Delegierte aus dem gesamten Landkreis. Neben agrarpolitischen Entwicklungen standen die Energiewende, Tiergesundheit und regionale Herausforderungen im Fokus.
In seinem Jahresbericht ging Gebhard Aierstock auf wesentliche Entwicklungen in der
Agrarpolitik und der Verbandsarbeit ein. Er kritisierte die weiterhin hohe Bürokratiebelastung
im Zuge der GAP, die Unsicherheiten in der Bundesagrarpolitik sowie die landesspezifischen
Anforderungen in Baden-Württemberg, die viele Betriebe vor zusätzliche Herausforderungen
stellen. Gleichzeitig warf er einen kritischen Blick auf die zunehmend volatilen Agrarmärkte:
Preisschwankungen, hohe Produktionskosten und zunehmende Importsensibilität setzten die
Betriebe stark unter Druck. Der Verband werde sich weiterhin für faire Rahmenbedingungen
und eine verlässliche Agrarpolitik einsetzen. Aierstock betonte, dass der Verband sich mit
seinen Fachleuten auf allen politischen Ebenen engagiert für faire Rahmenbedingungen
einsetze und die Interessen der Betriebe geschlossen vertrete.
Der Schwerpunkt der diesjährigen Tagung lag auf einem Fachvortrag von Dr. Dominik
Modrzejewski, der die Rolle der Photovoltaik in der Landwirtschaft beleuchtete. Er machte
deutlich, dass Dach- und Agri-PV-Anlagen wichtige zusätzliche Einkommensquellen darstellen
können und zur Energieunabhängigkeit der Betriebe beitragen. Zugleich warnte er vor einer
unkontrollierten Ausweitung von PV-Anlagen im Außenbereich. Angesichts knapper
landwirtschaftlicher Flächen sei eine sorgfältige planerische Abwägung unerlässlich, um die
landwirtschaftliche Produktion nicht zu beeinträchtigen und rechtliche Konflikte zu vermeiden.
Ein weiteres zentrales Thema war die zunehmend angespannte Situation am Strommarkt. Die
hohe Einspeisung von Solar- und Windenergie führt insbesondere in Zeiten geringer
Nachfrage immer häufiger zu einem Überangebot an Strom. Um diesen Entwicklungen zu
begegnen, regelt das Solarspitzengesetz vom Februar 2025, dass bei negativen Strompreisen
keine Vergütung für eingespeisten Solarstrom mehr gezahlt wird. Aus Sicht des
Kreisbauernverbands macht dies deutlich, dass der massive Ausbau netzdienlicher
Stromspeicher zwingend erforderlich ist, um erneuerbare Energien sinnvoll nutzbar zu halten
und die Landwirtschaft vor wirtschaftlichen Nachteilen zu schützen.
Einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bereich Tierseuchen und
Tierschutz im Landkreis gab Dr. Thomas Buckenmaier vom Kreisveterinäramt. Er hob die
anhaltenden Herausforderungen durch Afrikanische Schweinepest, Blauzungenkrankheit und
Vogelgrippe hervor, die Betriebe und Behörden weiterhin fordern.
Zudem berichtete er über Beanstandungen bei amtlichen Kontrollen, insbesondere im Bereich Tiertransporte. Hier seien tierschutzrechtliche Anforderungen und Dokumentationspflichten von großer Bedeutung, um Sanktionen zu vermeiden.
Von Seiten des Kreislandwirtschaftsamts berichtete Elke Weidinger über anstehende
Veranstaltungen, aktuelle Änderungen bei Förderprogrammen, Vorgaben der
Düngeverordnung und Aktivitäten zur „gläsernen Produktion“. Ziel dieser Maßnahmen sei es,
Verbraucher transparenter über Herkunft, Erzeugung und Qualität regionaler Lebensmittel zu
informieren und so das Vertrauen in die Landwirtschaft zu stärken. Weidinger betonte die
Bedeutung einer aktiven Kommunikation zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft, um
Vertrauen zu stärken und Missverständnisse abzubauen.
Zum Abschluss stellte der Vorstand den Jahresabschluss 2024 vor, der von den Delegierten
ebenso bestätigt wurde wie die Anpassung des Mitgliedsbeitrags.
Die Tagung machte deutlich: Landwirtschaft im Landkreis Reutlingen steht im Spannungsfeld
von Energiewende, politischen Vorgaben, Tiergesundheit und wirtschaftlichen
Herausforderungen. Der Kreisbauernverband will diesen Wandel aktiv begleiten und sich
weiterhin stark für die Interessen der bäuerlichen Familienbetriebe einsetzen.

